Berlin ist verglichen mit anderen Großstädten von Rang eine junge Metropole. Ihren Weltruf erlangte die Stadt erst im 20.Jahrhundert, in der zwiespältigen Weimarer Republik, die Berlin als Kaiserstadt, als Stadt der Gründerzeit und des wilhelminischen Historismus erbte und mit der Freiheit versah, die sie zum Mittelpunkt der zeitgenössischen Kunst Europas werden ließ. Nicht nur die interessantesten deutschen Künstler arbeiteten und lebten hier, sondern auch die osteuropäische Avantgarde.

Schriftsteller, Theatermacher, Filmregisseure, Schauspieler und namenlose Bohemiens aus aller Welt bevölkerten die Cafés und Restaurants. Das Nachtleben war einzigartig. Berlin übertrumpfte Paris und London bis 1933 der terroristische Spuk der Nationalsozialisten die Avantgarden als entartet diffamierte und aus Berlin und ganz Deutschland vertrieb.
Von dieser brutalen Kulturlosigkeit erholte sich die Stadt nach dem Ende der Nazidiktatur nur langsam. 1945 lag sie physisch und geistig in Trümmern, unter den Siegermächten in Zonen aufgeteilt, war das Stadtbild von Grenzen bestimmt.

Der Aufbau begann unter unterschiedlichen Bedingungen in einer geteilten Stadt, die ab 1961 von einer martialischen Mauer durchzogen wurde. Westberlin lag als Enklave des Westens inmitten der DDR. Beide Teile blieben aber wichtige Kunstzentren, in Ostberlin unter dem Diktat eines sozialistischen Realismus wuchs auch das andere, freiheitlichere Denken unter Künstlern. Mit Hilfe des Deutschen Akademischen Austauschdienstes lebten und arbeiteten für einige Monate nahezu alle wichtigen internationalen Künstler in Westberlin. Viele der namhaftesten Künstler hatten zudem bedeutende Ausstellungen in der Nationalgalerie, in der Akademie der Künste oder im Martin-Gropius-Bau.

Die Künstlergemeinschaft "Büro Berlin“ zählte in den 1970/80er Jahren zu den wichtigsten Bewegungen der jüngeren Künstlergeneration. Die vom Punk herkommende Gruppe "Die Tödliche Doris“ kultivierte in Kreuzberg mit internationaler Anbindung den Dilettantismus. Die sogenannten Neuen Wilden versuchten in den 1980er Jahren eine neoexpressive Revolution der Malerei. Das Ende der Teilung Berlins führte in den späten 1990er Jahren zu einem ungeahnten Aufschwung der künstlerischen Produktion. Die wiedergewonnene Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland bildete in vielerlei Hinsicht einen günstigen Nährboden für künstlerische Produktionen.

Sie war ökonomisch unvergleichlich günstiger als jede andere Hauptstadt Europas und sie war wieder einmal im Aufbau begriffen. Aus der im Krieg zerstörten und später geteilten Stadt, aus der Nekropole Berlin wuchs eine lebendige Kultur, die an die turbulenten Zeiten der 1920er Jahre erinnerte. Berlin wurde zum Arbeits- und Lebenszentrum vieler Künstler aus aller Welt. Es entwickelte sich eine interessante Off-Kultur, aus der sich die etablierte Szene speiste. In der global operierenden Kunstszene ist Berlin weltweit zu einem der Hauptstandorte geworden.

Nahezu 5000 Künstler leben und arbeiten in Berlin, die Galerieszene ist unüberschaubar angewachsen. Das internationale Publikum reist nach Berlin, um sich inspirieren zu lassen.Inzwischen haben sich auch Sammler mit eigenen Häusern und Ausstellungsflächen in der Stadt niedergelassen. Aus dem in den letzten 20 Jahren gewachsenen Potenzial ist es leicht möglich, eine hochwertige Auswahl künstlerischer Haltungen auszuwählen und als Ausstellung oder Sammlung zusammenzustellen, die jeden internationalen Vergleich aushält.

HotSpot Berlin - Eine Momentaufnahme

Ausstellung im Georg-Kolbe-Museum, Sensburger Allee 25, 14055 Berlin-Westend
Dauer: 15. April 2011 - 28. April 2011
Öffnungszeiten: Di - So. 10 - 18 Uhr
Anfahrt: S-Bahn - Heerstraße, S75, S3
Bus - M49, X34, X 49, 218
Auto - s. Lageplan ; Anfahrt City-West 10 Min., Anfahrt City-Ost 20 Min.



14. April 2011, um 19.00 Uhr
Eröffnung der Ausstellung im Georg-Kolbe-Museum. Sie und Ihre Freunde sind herzlich hierzu eingeladen. Mit der Bitte um Anmeldung.

30. April 2011, 9.00 - 12.00 Uhr
Vorbesichtigung aller Werke im Literaturhaus, Fasanenstraße 23 in Berlin-Charlottenburg. Anschließend Start der Auktion.


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Ausstellung HotSpot Berlin - Eine Momentaufnahme
Im Rahmen der Benefizauktion zeigt die Ausstellung eine Auswahl künstlerischer Arbeiten im
Georg-Kolbe-Museum,
Sensburger Allee 25, 14055 Berlin-Westend
vom 15. April 2011 - 28. April 2011,
in der Zeit von Di. - So. 10 - 18 Uhr
Dem Austellungsprojekt HotSpot Berlin - Eine Momentaufnahme stehen beratend zur Seite
Prof. Dr. Eugen Blume sowie der Verleger und Kunsthistoriker Sebastian C. Strenger.